Workshop mit Prof. Dr. Claudia Stein, University of Warwick, akademischer Gast am Zentrum Geschichte des Wissens (ETHZ/UZH), 27.-28.10.2016
Ausgehend von der Annahme, dass die materielle Kultur die westliche Medizin zu einem hohen Masse geprägt hat und prägt, fragt dieser Workshop nach dem Verhältnis von Objekten und Wissen in den Medical Humanities. Was ist ein «medizinisches Objekt», wo beginnt es, wo hört es auf und was tut es?


En Suisse, comme dans la plupart des autres pays, les femmes sont sur-représentées parmi les personnes à la recherche d’un emploi. Elles sont pourtant moins nombreuses à faire une demande d’indemnisation auprès de l’assurance chômage. Cet ouvrage apporte des explications à cet apparent paradoxe.
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Pflege von Patienten in den Krankenanstalten von verschiedenen Schwestern-, Bruder- bzw. Wartschaften übernommen. Um ein möglichst differenziertes Bild über den Pflegealltag um 1900 zu bekommen, untersucht Anja Faber verschiedene Gruppierungen.
Anhand des Lichtduschens erzählt Niklaus Ingold die Geschichte der Verwissenschaftlichung und Kommerzialisierung der Lichtaussetzung des Körpers im 20. Jahrhundert.
Les premières crèches ont été fondées en Suisse dans le dernier quart du 19e siècle. Accueillant à la journée des enfants d’ouvrières, ces institutions philanthropiques sont alors perçues comme un pis-aller au regard de l’idéal que constitue l’éducation maternelle.
Das Psychiatriepflegepersonal war im Anstaltsalltag mit widersprüchlichen Anforderungen konfrontiert: Einerseits für Disziplin und Ordnung auf der Abteilung zu sorgen und andererseits Betreuung und Verständnis für die Kranken zu bieten, bedeutete eine schwierige Gratwanderung, der nicht alle Pflegepersonen gleichermassen gewachsen waren. Gewalttätige Übergriffe, berufsbedingte Erkrankungen oder Suchtprobleme waren Symptome, die durch die prekären Arbeitsbedingungen verschärft wurden.
Die psychiatrische Universitätsklinik Zürich, ehemals Burghölzli, ist als europäische Vorreiterin eugenisch motivierter Zwangssterilisationen bekannt. Bei der zürcherischen Sterilisationspraxis war bisher jedoch die Rolle der ambulanten Psychiatrie unklar. Die vorliegende Studie füllt diese Forschungslücke und untersucht auch Sterilisationsakten der psychiatrischen Poliklinik.
Eugenische Vorstellungen beeinflussten Medizin, Psychiatrie, Sexual- und Rechtswissenschaft bis über die Mitte des 20. Jahrhunderts hinaus. Diese nachhaltige Wirkung beruhte auf der Vorstellung, die Reproduktion gezielt beeinflussen und so soziale Probleme lösen zu können. In diesem Zusammenhang wurde Sexualität erneut zum Thema gemacht und die Steuerung sexuellen Verhaltens legitimiert.